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News | 03.07.2017 | 15:26

Grundkurs des Umschulungslehrgang für Metalltechnik abgeschlossen

Es ist Ende Juni, der reguläre Unterricht ist zu Ende und an der LBS „Tschuggmall“ ist es sehr leise geworden. Keine Schüler beleben mehr das Gebäude; aber aus den Metallwerkstätten dringen weiterhin Geräusche, denn dort wird noch fleißig weitergearbeitet.

Teilnehmer des Umschulungslehrgang für MetalltechnikTeilnehmer des Umschulungslehrgang für Metalltechnik

Es sind die Teilnehmer am Umschulungslehrgang für Metalltechnik, die sich ins Zeug legen, um den Grundkurs abzuschließen. Es sind insgesamt 14 Teilnehmer, wobei sogleich auffällt, dass sich auch vier Frauen für diese Ausbildung entschieden haben. Zwei Teilnehmer berichten über das abgeschlossene erste Ausbildungsjahr und über Erwartungen, Erfahrungen und Zukunftspläne:

Sabrina Pedullà (30) und Thomas Niederstätter (31) arbeiten beide bei der Firma Alupress, bringen also eine gewisse Berufserfahrung mit, hatten aber vorher nicht die einschlägige Fachausbildung gehabt. Sabrina ist gelernte Verkäuferin, arbeitet seit mittlerweile sieben Jahren im metallverarbeitenden Betrieb, während sich Thomas sich zunächst als Mechaniker ausbilden ließ, dann als LKW- und Busfahrer gearbeitet hat, und jetzt seit vier Jahren zum Alupress-Team gehört. Beide sind über einen Aushang im Betrieb auf den Lehrgang aufmerksam geworden; die Firma unterstützt sie nun beim Besuch des Lehrgangs. „Für mich ist der Kurs wichtig, weil er mir die Möglichkeit eröffnet, betriebsintern in vielen verschiedenen Bereichen zu arbeiten und einfach die richtige Ausbildung für meine Arbeit zu haben“, ist die Antwort, die Thomas anführt, wenn er nach dem Grund gefragt wird, weshalb er sich zum Umschulungslehrgang angemeldet hat, obwohl er bereits in diesem Sektor arbeitet.

Da beide die Sparte schon kennen, können sie auch bestätigen, dass effektiv alle unterrichteten Fächer wichtig sind. Das Gespräch schweift kurz ab, es wird von verschiedenen Plänen berichtet, vom Alltag gesprochen, von Urlaubszielen geschwärmt… nichts Außergewöhnliches bei den heißen Temperaturen in diesen Wochen. Sabrina erzählt auch von der guten Beziehung zu den Referenten und dem Rest der Gruppe. „Sie haben uns motiviert und nicht einfach wie Schüler behandelt; man konnte mit allen offen reden“, so die angehende Metallfacharbeiterin. Thomas stimmt dieser Aussage zu.

In Bezug auf Sabrina fällt natürlich die Frage, ob sie die Arbeit im Metallbereich auch Mädchen weiterempfehlen würde. Ein klares „Absolut!“ kam wie aus der Pistole geschossen. Sie findet auch, dass es einen Wandel in der Wahrnehmung von Frauen in traditionellen Männerberufen gibt. Umso erstaunter ist sie darüber, dass sich immer noch kaum Mädchen für technische Ausbildungen entscheiden. Welche die Gründe sein könnten? Nach gemeinsamen Überlegungen kommen beide Interviewpartner zum Schluss, dass es einerseits mit der traditionellen Rollenverteilung zu tun hat, die in manchen Familien noch präsent ist. Auf der anderen Seite gehen sie aber auch davon aus, dass es vielen vielleicht nicht bewusst ist, dass der Beruf der Metallfachkraft heute nicht mehr nur mir Werkstattarbeit, Schweißen usw. zu tun hat, sondern dass die Einsatzbereiche vielfältiger geworden sind.

Im Herbst beginnt für Sabrina und Thomas der zweite Teil der Ausbildung;  nach dem Abschluss hoffen sie beide innerhalb des Betriebes neue Aufgaben und Herausforderungen übernehmen zu können; auch ein Positionswechsel würde für sie in Frage kommen. Auf jeden Fall wollen sie aber in dieser Branche bleiben.

Für Informationen zum „Umschulungslehrgang für Metalltechnik“, der sicher ein weiteres Mal aufgelegt werden wird, stehen die Mitarbeiter im Weiterbildungsbüro der Schule zur Verfügung. Allgemeine Informationen auch unter www.tschuggmall.berufsschule.it.

(WR)