Hauptinhalt

„5. Jahr“ zur Vorbereitung auf die Staatliche Abschlussprüfung („Matura“)

 „5. Jahr“ zur Vorbereitung auf die Staatliche Abschlussprüfung („Matura“) Das Ziel dieses zusätzlichen Jahres ist es, für engagierte und - in den allgemein bildenden Fächern - gute Berufsschülerinnen und Berufsschüler den Weg zur Studierfähigkeit, also den Zugang zur Universität zu ermöglichen. Dazu besuchen die Berufsschülerinnen und Berufsschüler, welche nach der vierjährigen Fachschule das Berufsbildungsdiplom erworben haben, einen einjährigen Lehrgang. Dieser richtet sich besonders an jene motivierten Jugendlichen, die sich im Laufe ihrer beruflichen Ausbildung ihrer kognitiven Fähigkeiten bewusst geworden sind und weitere Entwicklungsmöglichkeiten anstreben und bereit sind, dafür intensiv zu arbeiten.

Voraussetzungen

Neben dem Berufsbildungsdiplom - dem Abschluss einer vierjährigen Berufsfachschule - absolvieren die Jugendlichen eine Zulassungsprüfung in Form eines Kolloquiums und anderer Tests, um in das 5. Jahr aufgenommen zu werden. Dabei werden die Beweggründe erhoben und die Voraussetzung für einen erfolgreichen Besuch des Vorbereitungsjahres überprüft.

Dauer

1 Jahr

Die einjährigen Lehrgänge haben im Sommer 2015 mit der ersten Staatlichen Abschlussprüfung an der Berufsschule abgeschlossen.

Schwerpunkte und Inhalte des einjährigen Lehrgangs

 „5. Jahr“ zur Vorbereitung auf die Staatliche Abschlussprüfung („Matura“) Das Angebot baut stimmig auf den bisherigen Bildungsweg an der Berufsschule auf und findet in vier Schwerpunktbereichen an verschiedenen Schulstandorten statt:

  • Industrie und Handwerk
  • Verwaltung, Handel, Tourismus und personenbezogene Dienstleistungen
  • Soziale Dienste
  • Landwirtschaft und Umwelt

Der Unterricht selbst fördert jene Kompetenzen, Fertigkeiten und Kenntnisse, welche die Basis für die Studierfähigkeit und Hochschulreife bilden, nämlich:

  •  „5. Jahr“ zur Vorbereitung auf die Staatliche Abschlussprüfung („Matura“) die muttersprachliche Ausdrucksfähigkeit
  • den verständigen Umgang mit komplexen fremdsprachlichen Texten
  • den sicheren Umgang mit mathematischen Symbolen und Modellen
  • das fächerübergreifende, interdisziplinäre Verknüpfen
  • die Fähigkeit der Selbstorganisation und Eigenmotivation
  • das grundlegende Knowhow im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens
  • den souveränen Umgang mit informationstechnischen Werkzeugen.

Die vorwiegend allgemein bildenden Inhalte erhalten in dieser Ausbildung einen besonderen Stellenwert. Der Lehrgang umfasst nämlich 70 % der Stunden für die Lernbereiche Sprachen, Mathematik, Wissenschaft, Technik, Geschichte, Gesellschaft und Wirtschaft, mindestens 20 % für berufsbezogene Technik und 10 % für den jeweiligen Ausbildungsschwerpunkt.

Abschlussprüfung (Matura)

Die staatliche Abschlussprüfung (Matura) kann in den Bereichen Möbel-, Maschinenbau und Fachinformatik absolviert werden.

Die staatliche Abschlussprüfung (Matura) entspricht von der Struktur her jener der Oberschulen. Sie besteht aus drei schriftlichen Prüfungen und einem Prüfungsgespräch, bei dem die Schüler/innen v. a. eine Projektarbeit aus dem eigenen beruflichen Kontext präsentieren.

Die Prüfungskommission besteht aus einem oder einer externen Vorsitzenden sowie drei internen und drei externen Kommissionsmitgliedern. Die internen Mitglieder werden aus dem Klassenrat der betreffenden Klasse bestimmt, die externen Mitglieder werden vom Bildungsressort zugewiesen.

Bildungs- und Schulguthaben

Jedem/jeder Schüler/in, der/die zur Abschlussprüfung zugelassen ist, wird ein Schulguthaben zugeteilt. Die Ermittlung setzt sich aus folgenden Kriterien zusammen:

  • die Endnote des Berufsbefähigungszeugnisses der 3. Klasse
  • die Endnote des Berufsdiploms der 4. Klasse
  • der Notendurchschnitt des Jahreszeugnisses der 5. Klasse.

Zudem können Erfahrungen, die Schüler/innen außerhalb des Schulgeschehens sammeln, in die Bewertung des Schulguthabens einfließen.